Frankreichreise von Devesset nach Vallon Pont d’Arc

Dies ist der zweite Teil unserer Frankreichreise mit dem Landy. Hier erfahrt ihr wie es weiter ging und warum ich froh bin, dass mein Landy noch existiert.

Lac de Devesset

„Camping du Lac“ liegt direkt am Lac de Devesset (Departement Ardèche) und war unser Platz für die nächsten zwei Tage. Hier wollten wir uns von der Autofahrerei ausruhen und einfach mal nichts tun. Diesmal haben wir auch einen Teil des Vorzeltes aufgebaut um etwas mehr Privatsphäre zu haben. Wir standen mit direktem Blick auf den See und ziemlich weit hinten, so konnten Jessy und Socke frei herumlaufen, was sie auch sichtlich genossen haben.

Obwohl der Platz größer ist, mehr als 100 Stellplätze, gab es hier direkt nichts zum Einkaufen, noch nicht einmal Baguette zum Frühstück. Der nächste Bäcker war im Ort und der war gute 2 km entfernt. Da noch Brot aus Deutschland in der Essenskiste war, sparten wir uns den Weg. Es sollte heute ja sowieso noch einen längeren Spaziergang geben.

Als wir dann endlich die Wanderschuhe an hatten, ging es quer über den Campingplatz zum Ausgang. Nicht nur hier wurden wir von jedem mit einem freundlichen „Bonjour“ begrüßt, worauf hin meine Frau feststellte, dass die Franzosen doch ein viel höflicheres Volk sind als die griesgrämigen Deutschen.

Die Hunde ordentlich angeleint begannen wir unseren Rundgang um den 51 Hektar großen See. Das Ufer ist teilweise bewaldet, so dass bei der starken Sonne auch mal laufen im Schatten möglich war. Da der See auf ca. 1100m Höhe liegt und fast immer ein leichter Wind weht, bekommt man die Stärke der Sonne gar nicht so mit.

Schließlich erreichten wir dann eine Stelle am Ufer, wo die Hunde ungestört ins Wasser konnten. Socke wurde nicht müde immer wieder den Stock aus dem See zu holen, während Jessy die Gegend erkundete und die Bekanntschaft mit etwas Großem machte. Ich nutzte die Gelegenheit um mal wieder ein paar schöne Fotos der Beiden zu machen.

Socke hat den Stock

 

Ist der groß

Nach einiger Zeit ging es weiter, da wir noch in das Dorf (ca. 300 Einwohner) zum Essen wollten. Aber natürlich war das Restaurant mittwochs geschlossen. So ging es zurück, wo wir am See wenigstens noch ein Eis essen konnten und selbst im See baden gingen.

Rochepaule Centre tout terrain

Heute mussten wir früher aufstehen und danach nicht so trödeln, da ich unbedingt zum „Centre tout terrain“ in Rochepaule wollte. Also frühstücken, das Zelt zusammen packen, mit den Hunden gehen und dann noch mal kurz in Devesset einkaufen. Das Offroadgelände war schnell erreicht, da Rochepaule nur 12 km von Devesset entfernt liegt.

Obwohl ich uns angemeldet hatte, war der Zuständige doch überrascht, dass er noch etwas zu tun bekam. Wir erledigten die Formalitäten, bekamen einen Geländeplan und seine Telefonnummer für Notfälle (wir waren die einzigsten die da waren) und dann konnte es losgehen. Auf dem Plan suchten wir uns einen Rundkurs zusammen und begannen das Abenteuer. Anfangs war der Weg noch ganz in Ordnung bis er enger, steiniger, abschüssiger wurde. Meine Frau musste immer wieder aussteigen um mich so einzuweisen, dass das Differential keine Schäden ab bekam.

Schließlich lag ein Baum über dem Weg, das hätte mir zu denken geben müssen, aber ich nahm meine Axt und sorgte dafür, dass es weiter ging. Nach 100 Meter war der Weg wirklich zu Ende. Also Rückwärtsgang rein und der Einweiserin folgen bis wir zu einer Stelle kamen, an der ich in 7 Zügen wenden konnte. Nach einer anstrengenden Stunde waren wir zurück und machten erst einmal eine Pause. Sollte mein Landy vorher keine Schrammen gehabt haben, jetzt sind sie tief und gut zu erkennen.

Und weiter ging es zur nächsten Runde, diesmal meine Frau als Fahrer und ich als Beifahrer oder sollte ich besser sagen als Einweiser. Es klappte alles sehr gut, wir fuhren wirklich die Strecke die wir auf der Karte fahren wollten und die Pistenverhältnisse waren ja bekannt. Dann kam die Stelle, an der ich meine Frau fragte ob sie sie fahren wolle oder doch besser ich. Nachdem sie die Stelle begutachtet hatte, war sie die Einweiserin und ich der Fahrer. Es ging abwärts um eine Kurve und anschließend sofort wieder bergauf, jedoch mit einer Schräglage die drohte den Landy auf die Seite zu legen, dabei war die Piste auch nur so breit wie der Radstand. Hier half nur Vollgas und durch. Wäre der Landy gekippt hätte meine Frau mich zehn oder zwanzig Meter tiefer gefunden. Danach war klar, wir beenden die Runde und hören auf.

Als Trostpflaster gab es eine leckere kalte Platte, die sogar noch für den nächsten Abend reichte. Wir waren nun ganz alleine auf dem Gelände, so konnten Jessy und Socke frei während des Abendspaziergangs laufen.

 

Da wir in einem Bett unter einem Dach geschlafen hatten, brauchten wir das Dachzelt nicht zusammen bauen und konnten nach einem kleinen Frühstück direkt los fahren.

 

Vallon Pont d‘Arc

Es ging über 100 km Landstraßen, vielen Kurven, einigen Überraschungen (wo kommen wir den hier raus …) und vielen Stopps nach Vallon Pont d‘Arc. Der kleine Ort (ca. 2350 Einwohner) lebt vom Weinbau und der Direktvermarktung seiner Weine, was wir zum Anlass genommen haben mal direkt ein paar Weine zu probieren und zu kaufen. Im Sommer, sagt man, verzehnfacht sich die Einwohnerzahl von Vallon Pont d‘Arc, da hier fast alle Kanutouren auf der Ardeche beginnen. Deshalb ist hier alles auf Tourismus ausgerichtet und für uns kein schöner Ort.

Aber trotzdem wollten wir hier bleiben und suchten uns einen Campingplatz „Camping du Pont d’Arc“ direkt am Pont d‘Arc. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war der schlechteste Platz auf unserer gesamten Frankreichtour. Er liegt zwar direkt am Pont d’Arc mit eigenem Zugang zum Strand, aber er war nicht so sauber wie wir es bereits kannten und auch später noch vorfanden. Da die Hauptsaison bereits beendet war, gab es nur noch einen von drei Sanitärbereichen welcher nur einmal am Tag gereinigt wurde. Auch war alles ein wenig lieblos. Ich hatte das Gefühl, dass sie dort froh waren, dass der Platz für diese Saison bald geschlossen wurde.

Die erste Woche war beendet wie auch der zweite Teil des Reiseberichts über unseren Frankreichurlaub. Wie es weiter ging und warum Sanitärbereiche gewöhnungsbedürftig seien können erfahrt ihr im nächsten Teil.

Wart ihr auch schon einmal in der Gegend oder habt sonst irgendwelche Kommentare? Dann schreibt was das Zeug hält, ich freu mich darauf.

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