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Frankreichreise von Gorges de l’Ardéche nach Avignon

 

Dies ist der dritte Teil unserer Frankreichreise mit dem Landy. Es geht weiter Richtung Süden und um einen gewöhnungsbedürftigen Sanitärbereich.

 

Gorges de l’Ardéche

 

Wie bereits im letzten Teil berichtet, waren wir auf dem nicht so schönen Campingplatz „Camping du Pont d’Arc“ direkt am Pont d‘Arc. Da wir unseren Standplatz unten hatten, wurden wir am Morgen von der Sonne geweckt. Beim öffnen der Augen gab es als Ausgleich den herrlichen Ausblick auf den Pont d‘Arc.

Die Gorges de l’Ardéche (Schlucht der Ardèche) kann man auf drei Arten erkunden, zu Fuß, mit dem Kanu und entlang der D290 auf zwei oder vier Rädern. Will man sich die ganze Schlucht zu Fuß anschauen, benötigt man mehrere Tage, was für uns nicht in Frage kam. Mit dem Kanu dauert es zwei Tage, aber auch das machten wir nicht, da Jessy, Socke und meine Frau noch nie Kanu gefahren sind. Ein weiterer Grund war für mich der niedrige Wasserstand, bei dem es mir persönlich keinen Spaß macht.

D290

So blieb nur die D290, die teilweise entlang der Schlucht verläuft.

Gorges de l’Ardéche von einem der Aussichtspunkte

An einigen Stellen gibt es Parkplätze mit Aussichtspunkten auf denen großer Andrang, bedingt durch das Wochenende, herrschte. Hier lassen sich jedoch schöne Fotos machen und zwar nur hier, da wildes Parken aus Sicherheitsgründen auf der restlichen Strecke verboten und auch unmöglich ist.

Entlang der Strecke gibt es einige Tropfsteinhöhlen, die besichtigt werden können, jedoch leider nicht mit Hund. Da es sehr heiß war wollten wir sie auch nicht im Auto lassen, so dass wir  dann keine der Höhlen besucht haben.

 

Die „Grotte de St Marcel d’Ardèche“ war unser Umkehrpunkt, da es ab hier nicht mehr so interessant ist. Nachdem wir einen gemütlichen Spaziergang mit nicht all zu viel Schatten gemacht hatten, ging es wieder zurück. Obwohl die  Gorges de l’Ardéche nur ca. 30 km lang ist, waren wir doch fast sechs Stunden unterwegs mit den ganzen Stopps zum schauen und fotografieren.

 

Zum Abendessen gab es Bohnen mit lokalen Würstchen und Wein von einem der vielen örtlichen Winzern. Ihm mussten wir mit Händen und Füßen erklären was für einen Tropfen wir den gerne hätten, wobei der Geschmack meiner Frau und meiner bei Wein auch nicht so einfach unter einen Hut zu kriegen ist. Die Sonne war schon längst verschwunden und die Sterne leuchteten zusammen mit dem Mond als wir runter ans Wasser gingen und den Tag ausklingen ließen.

Unfall auf der Ardèche

Heute war ausspannen angesagt, also erst einmal lange schlafen und gemütlich frühstücken. Nach dem obligatorischen Hundespaziergang haben wir die Gelegenheit genutzt und sind am Camping „eigenen“ Strand an die Ardèche zum abkühlen und schwimmen gegangen. Es war auch genug Zeit sich in die mitgebrachte Lektüren zu vertiefen oder einfach die Seele baumeln zu lassen.

 

Avignon

 

Nach so viel Entspannung durfte es etwas hektischer werden. So machten wir uns auf den Weg nach Avignon. Da ich persönlich nicht gerne auf Touristenparkplätzen stehe, suchten und fanden wir schnell einen schattigen Platz, der sogar noch kostenlos war. Der Weg bis zur 4 km langen und noch gut erhaltenen Stadtmauer, die unser Ziel, die Altstadt umschließt, war kurz.

 

Dort angekommen folgten wir den Gassen und Straßen in nördlicher Richtung bis zum ersten Ziel, der Pont Saint-Bénézet oder besser bekannt als Pont d‘Avignon. Sie wurde durch das Volksied „Sur le pont d’Avignon“ berühmt.  Früher überspannte sie die Rhône bis zur Île de la Barthelasse. Im Jahre 1668 stürzten Teile der Brücke in den Fluss, da sie der Flut nicht widerstanden. Seit dem endet sie mitten in der Rhone und ist heute ein sehr beliebtes Fotomotiv. Natürlich gehen auch die meisten Besucher auf die Brücke, was mir wiederum viel Geduld abverlangte, da ich Bauwerke gerne ohne Menschen fotografiere.

Pont Saint-Bénézet

Weiter ging es zum Jardin du Rocher-des-Doms, der sich auf einem Felsvorsprung oberhalb der  Rhône befindet, so dass man von hier einen schönen Ausblick Richtung Norden und auf die Île de la Barthelasse hat. Im Süden des Parks schließt sich der Papstpalast an. Er war von 1309 bis 1417 Sitz des sogenannten avignonesischen Papsttums und die Residenz des Papstes.

Blick vom Park auf Île de la Barthelasse

Anschließend schlenderten wir, so gut das mit zwei Hunden geht, noch ein wenig durch die Altstadt. Wir hätten durchaus noch mehr Zeit hier verbringen können, wollten aber auch nicht zu spät zu unserer nächsten Unterkunft kommen.

Papstpalast

La Siesta Andalouse

 

Also zurück zum Landy und die restlichen 30 km nach Castillon-du-Gard gefahren. Hier hatten wir schon im Vorfeld ein Zimmer für die nächsten vier Nächte gebucht. „La Siesta Andalouse“, so heißt die Unterkunft, besteht aus zwei Zimmern, einem Garten, einem überdachten Aufenthaltsbereich und einer überaus netten Gastgeberin. Wie der Name es schon verrät, ist es im andalusischen Stil gehalten und passt sehr gut in die Umgebung.

 

Die Zimmer bestehen aus einem gemauerten Doppelbett (sehr bequem), einer Couch und weiteren Sitzgelegenheiten und dem dazugehörigen Sanitärbereich. Dieser ist offen nur durch eine geschwungene halbhohe Mauer vom Schlafbereich getrennt. Es sieht unheimlich klasse aus, was auch ein Grund für unsere Buchung war, aber Nachts wenn einer aufs Klo muss und die Spülung betätigt wird der Partner wach. Also gewöhnungsbedürftig. Moni hat sich aber in die riesige gemauerte Sitzbadewanne verliebt. Da kann Frau und Mann locker gemeinsam drin baden.

„Badezimmer“

Der Aufenthaltsbereich steht zur freien Verfügung. Hier kann man sich entscheiden, ob man das angebotene Frühstück zu sich nimmt, was wir unbedingt empfehlen, oder sich selbst versorgt. Hier lernten wir zum ersten Mal Feigenmarmelade kennen und lieben. Koch und Grillmöglichkeiten inklusive der benötigten Gerätschaften, stehen bereit um sich Mittags oder Abends selber zu versorgen.

 

Übertroffen wird das ganze aber durch die Gastgeberin. Sie versucht den Gästen alle Wünsche zu erfüllen und ist immer mit guten Ratschlägen sowie Tipps da wenn man sie braucht. Für unseren ersten Abend empfahl sie uns ein Restaurant und reservierte auch gleich einen Tisch, natürlich auch für unseren beiden Hunde. Das Restaurant war sehr nett und das Essen vorzüglich. Nach einem gemütlichen Abendspaziergang klang der Tag aus, und alle Vier hatten einen geruhsamen Schlaf.

 

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr mehr über unseren Besuch in der Camargue und der näheren Umgebung.

 

Wart ihr auch schon einmal in der Gegend oder habt sonst irgendwelche Kommentare? Dann benutzt ruhig den Kommentar, ich freue mich darauf.

 

 

 

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