Offradtraining im Mammut

 

Es war mal wieder soweit, der Landy wollte artgerecht bewegt werden. Außerdem waren der neue Dachgepäckträger und das Dachzelt für den Sommerurlaub montiert, womit sich der Schwerpunkt erheblich nach oben verlagert hat. Welche Auswirkungen das nach sich zieht wollte ich im Gelände austesten.

Deshalb ging es am Freitagnachmittag zum Freizeitpark Mammut in Stadtoldendorf. Hier kann man sowohl in der ehemaligen Panzerbattalionskaserne in Zimmern übernachten oder direkt am Fahrgelände auf dem Campingplatz. Dort sucht man sich einfach einen Platz auf der Wiese und meldet sich dann an, notfalls auch am nächsten Tag. Strom und Wasser gibt es nicht, dafür aber saubere und moderne  sanitäre Anlagen. Das Restaurant mit seiner einfachen Speisekarte hat am Wochenende geöffnet. Hier wird auch der Obolus fürs campen entrichtet.

Mammut wiese
Campen auf der Wiese

 

Offroadtraining am Vormittag

Wir hatten noch einen Gutschein „Offroadtraining –Basis“, der eigentlich für unsere Jüngste gedacht war, übrig, so dass meine Frau am Samstagmorgen erst einmal eine Stunde Theorie hatte. Da ich bereits zwei solcher Trainings absolviert hatte, nutzte ich die Zeit für einen ausführlichen Hundespaziergang, da die Damen ja dabei waren und natürlich auch mitfahren wollten.

aufgereit
Gleich geht es los

Nach der Theorie ging es zu den Teilnehmerfahrzeugen um dort praktisch die Begriffe Bodenfreiheit, Wattiefe und Böschungswinkel zu erkunden. Es ist interessant welche Fahrzeuge angeblich fürs Gelände geeignet sein sollen, wenn man dann aber genauer hinschaut, sollten es doch nur normale Feldwege sein. Wie auf dem Bild zu sehen ist, waren alle Fahrzeuge für das Gelände geeignet. Nur der Mitsubishi (4. von rechts) wurde bei einem Teilstück stehen gelassen und die Beiden durften mit dem Instruktor mitfahren. Nun ging es aber endlich zum Offroadgelände um dort die entsprechenden Hebel um zu legen, dass alle Räder ordentlich ihren Dienst verrichten konnten. Beim Defender reichte erst einmal die Untersetzung.

Zum Einfahren ging es über Schotter, den üblichen Schlaglöchern und ein wenig auf und ab. Außer ein wenig mehr schaukeln, war beim Landy keine Veränderung zu spüren. Man sollte sich nur an die neue Höhe (2,50 m statt 2,00 m) gewöhnen und die Bäume im Blick behalten damit diese unangenehmen Geräusche aufhören.

Mammut bruecke
Welcher Stamm ist morsch?

Damit es dem Beifahrer nicht zu langweilig wurde,  ging es zur ersten Herausforderung, der Baumstammbrücke mit dem morschen Baum. Hier soll der Fahrer sich nach den Anweisungen des ausgestiegenen Beifahrers richten. Meine Frau schaffte es jedoch vor lauter Nervosität mich nicht zu beachten.

Um zum nächsten Punkt (Steigungen und Gefälle) zu kommen, ging es durchs Gelände. Einige kamen so um die engen Kurven, wir jedoch legten auch den Rückwärtsgang ein, es sind nicht alle Wendekreise größer 10 Meter. Zunächst ging es ohne Stopp die Steigung hinauf. Es ist für mich immer wieder interessant beim Hochfahren nur die Motorhaube zu sehen und nicht zu wissen wann es wieder runter geht. Dann plötzlich, meistens ohne Vorwarnung, geht es wieder runter und man hat das Gefühl, dass sich die Motorhaube Unten einfach in den Boden eingräbt.

Die nächsten Übungen bestanden daraus in der Steigung anzufahren und kontrolliert rückwärts zu fahren. Eine für mich schwierige Übung ist es beim Bergab fahren alle Füße von den Pedalen zu nehmen und sie nur aufs Bodenblech zu stellen. Mein Landy kann das, aber mein Kopf hat immer noch Einwände. Alleine bin ich damit nicht, denn bei meiner Frau schweben die Füße meistens über den Pedalen.

Da wir alle langsam Hunger bekamen ging es zum Mittagessen im bereits erwähnten Restaurant.

 

Offroadtraining am Nachmittag

So gestärkt konnte es weiter gehen und die Teilnehmer sich den nächsten Herausforderungen stellen. Wie durchfahre ich das Loch?

Mammut schraeg
Nein er kippt nicht

Was auf dem Bild vielleicht gar nicht so schlimm aussieht, ist im Wagen viel schlimmer. Man hat das Gefühl gleich zu kippen, besonders wenn man sich erinnert, dass da oben ja noch das Dachzelt ist. Die Schräglage wurde auch noch einmal gesondert getestet und da war meine Frau nicht so mutig. Wer sich aber auf sein Popogefühl verlässt, ist meistens auf der sicheren Seite.

Da es danach ordentlich zu regnen anfing, wurde der Untergrund noch schlammiger und damit die Strecke schwieriger und wie ich finde auch schöner. Aber jeder hatte ja schon eine Menge gelernt und erinnerte sich an die Differentialsperre, so dass am Ende alle gut durchkamen. Nach dem Training bestand noch die Möglichkeit, dass jeder frei fahren konnte.

Um die Fahrzeuge vom Schmutz befreien zu können stehen Hochdruckreiniger zur Verfügung. Man sollte nur genügend 1 Euro Stücke zur Hand haben.

 

Hier noch einige Impressionen.

Warum nicht mal quer?
Warum nicht mal quer?

 

Lanz trifft Kübel
Lanz trifft Kübel

 

Wir gehören auch dazu
Wir gehören auch dazu

Mein Fazit:

Das „Offroadtraining –Basis“ lohnt sich für jeden der noch keine Erfahrung hat oder die Möglichkeiten seines Fahrzeuges kennen lernen will, da immer jemand auf euch aufpasst.

Das Fahrgelände macht Spaß, besonders wenn der Schlamm da ist. Natürlich macht ihr alles auf eigene Gefahr.

 

Wart ihr auch schon mal hier oder habt ein Fahrtraining gemacht? Was denkt ihr? Über Kommentare oder Vorschläge für andere Fahrgelände bin ich sehr dankbar.

Kommentare

  1. Hauke says:

    Uhh, cool!

    Ich habe vor ein paar Monaten mal an der Land Rover Experience teilgenommen – ok, das ganze ist natürlich im wesentlichen nur eine Werbeveranstaltung, aber Spass gemacht hat es trotzdem sich mal in einem Defender den Berg heraufzuwühlen.
    Was ich ja faszinierend fand: Auch in der dort verfügbaren Luxusschüssel (ein Range Rover mit allem Schnickschnack ausser eingebauter Dampfsauna) ist man noch auf Wegen vorangekommen auf die ich noch nicht mal zu Fuss so richtig Bock gehabt hätte 🙂
    Schicke Autos!

    Gruss,

    Hauke

    1. Dirk says:

      Hallo Hauke,
      es freut mich, dass es dir Spaß gemacht hat. Auch ich hab damals bei der Land Rover Experience begonnen 😉

      Viele Grüße
      Dirk

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